Die richtige Ernährung in allen
Lebensphasen
(Dr. med. vet.
Silvia Leugner)
Die Ernährung von
Hunde- und Katzenwelpen
Früher einmal war alles einfach: Wolf und
Wildkatze, die wilden Vorfahren unserer vierbeinigen Hausgenossen, ernährten
sich und ihren Nachwuchs von dem, was sie bei der täglichen Jagd ergattern
konnten. Die Mütter wußten instinktiv, was für ihre Jungen gut war, und
bemühten sich nach Kräften, es herbeizuschaffen. Wenn das gelang, wuchsen die
Wolfs- und Wildkatzenkinder zu gesunden, kräftigen Wölfen und Wildkatzen heran.
Andernfalls gab es das, was die Biologen einen "natürlichen
Ausleseprozeß" nennen.
Auf ein solches "Roulettespiel"
wollen wir Menschen, die wir heutzutage eine kleine Katze oder einen
Hundewelpen großziehen, uns natürlich nicht einlassen. Da uns überdies der
Instinkt des Muttertieres für die richtige Futterwahl fehlt, müssen wir uns
über die Bedürfnisse des kleinen Hausgenossen entsprechend informieren.
Was für erwachsene Hunde und Katzen gilt -
daß sie artgerechtes, auf ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmtes Futter
brauchen - gilt natürlich für Jungtiere um so mehr: So wie Menschenkinder in
der Wachstumsperiode benötigen sie für ihre Entwicklung also im richtigen und
ausgewogenen Verhältnis Nähr- und Aufbaustoffe, Vitamine und Mineralstoffe in
größerer Menge und anderer Zusammensetzung als erwachsene Artgenossen. Sowohl
ein Zuviel als auch ein Zuwenig ist schädlich.
Unterschiedliche Anforderungen
Die Zusammenstellung des richtigen Futters
ist schon bei ausgewachsenen Tieren nicht einfach. So sind Hunde - entgegen
weitverbreiteter Meinung - keine reinen Fleischfresser, sondern brauchen rund
ein Drittel pflanzliches Beifutter, idealerweise in Form von Hundeflocken, die
in der Regel mit den im Fleisch fehlenden Mineralstoffen angereichert sind.
Ihre wilden Vorfahren holten sich diese zusätzlichen Nährstoffe, indem sie den
überwiegend pflanzlichen Mageninhalt ihrer Beutetiere mitfraßen. Katzen
wiederum haben einen viel höheren Eiweißbedarf als wir Menschen und als die
meisten anderen Säugetiere.
Beim vierpfötigen Nachwuchs wird die Sache
noch etwas komplizierter. Junge Hunde, die - nach vier bis sechs Wochen - von
der Muttermilch entwöhnt sind, brauchen spezielle Nahrung, die sich durch
besonders viel Energie, Eiweiß, Mineralstoffe (v.a. Kalzium) und Vitamine
auszeichnet. Katzenkinder benötigen noch mehr hochwertiges Eiweiß und Fett als
erwachsene Katzen, ausreichend - aber nicht zuviel - Vitamin A, dazu noch die
Vitamine D und B1 und natürlich ebenfalls Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor
und Jod.
Beifütterung ab wann?
Während der ersten Wochen werden Welpen nur
mit Muttermilch ernährt. Diese hat einen hohen Energiegehalt und enthält mehr
Eiweiß, Fett und Kalzium als Kuhmilch. Je nach Milchmenge der Hündin und der
Welpenanzahl benötigen diese ab dem Ende der 3. Woche zusätzliche Nahrung.
Frühzeitiges Absetzen und Entfernen von den
Wurfgeschwistern vor der 4. - 6. Woche kann zu Verhaltensstörungen führen. So
können Welpen, die bis zum Alter von 10 Wochen keinen menschlichen Kontakt
haben, schwer erziehbare Heimtiere werden. Daher ist menschlicher Kontakt im
Alter von 4 - 10 Wochen von eminenter Wichtigkeit.
Als Beifutter kommen hochverdauliche, gut
verträgliche und schmackhafte Futtermittel in Frage, die zunächst in
flüssig-breiiger Form angeboten werden. Hierfür stehen spezielle
Milchersatz-Instantpräparate - erhältlich beim Tierarzt, eigene
Futtermischungen (nur bindegewebsarmes Fleisch verwenden) sowie spezielle
"Junior"- Produkte zur Verfügung. Trockenfutter muß zunächst mit
Flüssigkeit (Welpenmilch oder Wasser) angerührt werden. Feuchtalleinfutter kann
mit einem Flocken- oder Mixerprodukt im Verhältnis von 3 - 4 : 1 gewichtsmäßig
vermischt werden. Im Alter von 2 - 3 Monaten ist auf ein Mischungsverhältnis
von 3 - 2 : 1 überzugehen.
Spezielle Welpen-/Jungtierfertigfutter
bedürfen keiner zusätzlichen Nährstoff-, Mineralstoff- (wie z.B. Kalzium) und
Vitaminbeigabe, da in derartigen Produkten alle erforderlichen Nährstoffe
optimal enthalten sind und eine zusätzliche Supplementierung dieses
Gleichgewicht stören würde. Vor kritikloser Mineralstoff- und
Vitaminapplikation ist zu warnen, da Überdosierungen mit Kalzium, den Vitaminen
A und D relativ häufig vorkommen und zu nachhaltigen Schäden führen.
Das erste Beifutter wird mit einer
Temperatur von 35 - 37° C in einer flachen mit Butter bestrichenen Schale
angeboten. Sollte sich der Welpe nicht dafür interessieren, tupft man etwas auf
seine Schnauze oder stellt ihn auf die Schale. Durch Belecken der
Vorderextremitäten wird die Futteraufnahme erlernt und die anderen werden
diesem Beispiel folgen.
Die Futtermenge richtet sich nach dem
Appetit der Welpen. Aufgrund der unterschiedlichen Milchmengenproduktion des
Muttertieres kann man keine exakten Mengenangaben machen. Als Faustregel gilt:
5-10 g Beifutter je kg Körpergewicht zu Beginn bzw. 20-30g/kg gegen Ende der
Säugeperiode (ca. sechs Wochen). Die Futtermenge muß zügig aufgenommen werden,
ansonsten wird die nächste Mahlzeit reduziert. Kleine Portionen, damit der
Magen nicht überladen wird (4 - 5 Mahlzeiten am Tag) anbieten.
Sollten sich Störungen einstellen (wie
Erbrechen, Durchfall, Veränderung der Kotkonsistenz), wird die Futtermenge
sofort reduziert oder die Beifütterung 1/2 - 1 Tag ausgesetzt. Elektrolytdrinks
auf Basis von Traubenzucker und Elektrolyten sind in dieser Phase
empfehlenswert. Die richtige Beifutterdosierung ist an der Gewichtsentwicklung
der Welpen ersichtlich.
Die kleinen Hunde werden zunächst viermal
pro Tag gefüttert, bei Katzenbabies mit ihren besonders kleinen Mägen beginnt
man mit sechs Mahlzeiten täglich. Diese Frequenz wird sukzessive verringert,
bis der "normale" Fütterungsrhythmus (ein- bis zweimal täglich für
den Hund, zweimal für die Katze) erreicht ist. Daß die rasch wachsenden
Jungtiere im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht ein vielfaches der Futtermenge
ihrer ausgewachsenen Artgenossen vertilgen, ist ebenfalls ein wesentlicher
Entwicklungsfaktor.
Zum Glück wird der Tierbesitzer bei der
Futterzusammenstellung für seinen Liebling nicht alleingelassen. Zahlreiche
Ratgeber, von der einfachen Broschüre bis zum mehrere hundert Seiten starken
Bildband, vermitteln die erforderlichen Kenntnisse. Was dann an Fragen noch
offenbleibt, beantwortet der Tierarzt, den man sowieso jedes Jahr zu
Auffrischung der notwendigen Schutzimpfungen aufsuchen muß sowie spezielle
Tierernährungs-Hotlines.
Alternative
Fertigfutter
Wer jedoch von vornherein auf Nummer sicher
gehen und sich überdies die aufwendige, meist auch "geruchsintensive"
Zubereitung ersparen will, findet im Handel heute eine Riesenauswahl an
Fertigfutter als Dosen- oder Trockenfutter in verschiedenen Sorten und
Geschmacksrichtungen, so daß auch für ausreichend Abwechslung gesorgt ist. Hier
muß man sich nicht selbst den Kopf zerbrechen, denn als
"Alleinfutter" deklarierte Produkte sind bereits artgerecht und
ausgewogen vorgemischt, die Futtermengen sind exakt vorgegeben. Dafür
garantiert nicht zuletzt die strenge österreichische Futtermittelverordnung.
Auch für die speziellen Bedürfnisse von
Hunde- und Katzenkindern gibt es inzwischen bereits eigene
Junior-Futtermischungen mit den erwähnten, für das Wachstum erforderlichen
Nähr- und Aufbaustoffen. Eine alte Züchterweisheit sagt: "Am Fressen des
Welpen darf nicht gespart werden. Wer hier spart, der spart am falschen
Platz."
Die Ernährung von
Jungtieren
Die Nahrungsansprüche wachsender Welpen (bis
zur 8. Lebenswoche) und Jungtieren (3.-9. Lebensmonat) verändern sich im Laufe
ihrer Entwicklung erheblich. Für die Gesundheit und Lebenserwartung ist die
Aufzucht von entscheidender Bedeutung. Fütterungsfehler in dieser Phase führen
oft zu irreparablen Schäden. Nach der Entwöhnung wachsen die Hundewelpen sehr
schnell weiter und der Futterbedarf ist, auf die Gewichtseinheit bezogen, etwa
2-3 mal bei Katzenwelpen sogar 3-4 mal so hoch wie bei einem erwachsenen Tier.
Der Zeitpunkt, zu dem Sie die Häufigkeit und Menge des Futters ändern müssen,
hängt von der Rasse Ihres jungen Tieres ab und ist individuell verschieden.
Kleine Rassen, Zwerghunde und Katzen erreichen ihr Erwachsenengewicht schon
nach 6-9 Monaten, während sehr große Rassen wie z.B. Doggen erst nach 18-24
Monaten voll ausgewachsen sind.
Während Katzenkinder nach Bedarf freien
Zutritt zum Futter haben sollten, müssen Junghunde exakt laut Bedarf gefüttert
werden.
Eine freie Futteraufnahme bei großwüchsigen
Rassen mit energie- und eiweißreicher Kost bedingt nämlich eine zu schnelle
Wachstumsgeschwindigkeit mit Problemen am Skelett, ein zu schnelles Erreichen
des Endgewichtes sowie frühzeitige Verfettung mit allen nachteiligen Folgen.
Der Kalzium- und Phosphorversorgung kommt im
Hinblick auf die Skelettentwicklung besondere Bedeutung zu, wobei diese v.a. im
3. und 4. Lebensmonat besonders hoch sein sollte. Vor Überdosierungen (mehr als
1 - 1,5 g Ca/kg KG/Tag) und unkritischen Ergänzungen ist jedoch zu warnen.
Bis zum Erreichen von 40% des Endgewichtes
(2.- 4. Monat) haben Jungtiere den doppelten, von 40 - 80% des Endgewichtes
(4.-8. Monat) den 1,5fachen, von 80-100% (8.-12. Monat) den 1,2fachen
Erhaltungsbedarf eines gleichschweren, ausgewachsenen Tieres.
Jungtiere im dritten Monat erhalten zunächst
drei, Zwergrassen ab dem 6. Monat und Riesenrassen vom 9.-12. Monat nur noch
zwei Mahlzeiten am Tag. Die Häufigkeit der Fütterungen hängt von der Rasse und
der Energiedichte des Futters ab.
Für die Rationsgestaltung gilt sinngemäß
dasselbe wie für Welpen, wobei der unterschiedliche Bedarf am besten in
speziellen "Junior"-Produkten abgedeckt ist.
Die Ernährung von erwachsenen Hunden und
Katzen
Während es früher üblich war, Speisereste an
Hunde und Katzen zu verfüttern bzw. ausschließlich Fleisch, weiß man heute, daß
diese veraltete Ernährungsform unzureichend ist, ja auf Dauer gesehen sogar
schadet.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben sehr
genau gezeigt, welche Nährstoffe Hund und Katze exakt benötigen: Gesunde und
somit ausgewogene Hunde- und Katzennahrung muß mindestens 22 bzw. 29% Eiweiß,
10-15% Fett, 5-10% Mineralstoffe, 3-5% Rohfaser sowie beim Hund 33-50%
Kohlenhydrate enthalten. Diese Zusammensetzung ist bei Fertigfutter in Dosen,
Schalen oder im Paket optimal berücksichtigt.
Hund und Katze sind Beutetierfresser und
stürzten sich zuerst auf den vorverdauten Magen-Darminhalt, der pflanzlichen
Ursprunges war. Durch die Aufnahme kleinerer Knochen deckten sie auch ihren
Kalziumbedarf.
Heutzutage haben unsere Heimtiere nicht mehr
die Möglichkeit der herkömmlichen "Beuteaufnahme" und sind daher zur
Gänze von ihren Besitzern abhängig, die wiederum exakte Kenntnisse über Bedarf
und Inhaltsstoffe des Futters haben müssen, um ihr Tier auch tatsächlich
richtig und damit gesund ernähren zu können.
Die Verfütterung von Speiseresten ist
ungesund, einseitige Fleischfütterung führt zum sogenannten "Nur Fleisch
Syndrom". Haarausfall, dauerndes Haaren, langsames Umhaaren, Juckreiz
(durch Eiweißüberschuß!), Schuppenbildung, Ekzeme, Allergien, mattes glanzloses
Fell, chronische Leber- und Nierenschäden, unkorrekte Gliedmaßenstellungen,
durchtrittige Pfoten, Knochenbrüche sowie Zahnausfall im Alter können die Folge
sein. Wird nun zu derartigen unausgewogenen Rationen noch Vitamin D (wie z.B.
Lebertran) verabreicht - wie dies v.a. bei großen Rassen gerne getan wird - so
kommt es zu einer Verstärkung der Mangelsymptome am Skelett. Wird diese
Ernährung nicht rechtzeitig korrigiert, sind die Schäden auf Dauer vorhanden.
Wer sein Tier selbst "bekochen"
will, muß nun exakt oben erwähnte Erfordernisse erfüllen, damit es nicht zu
Mangelerscheinungen kommt. Fleischnebenprodukte sollten aus hygienischen
Gründen (Bakterien, Parasiten) gekocht und mit Ergänzungsfutter wie z.B.
Flocken oder Mixer im Verhältnis von 2 : 1 gemischt werden. Bei der Verwendung
von Reis, Kartoffeln oder Teigwaren als Beifutter ist eine Mineralstoff- und
Vitaminergänzung erforderlich. Der Kalziumgehalt sollte dabei ca. 1% betragen,
das Kalzium:Phosphor-Verhältnis 1,2-1,4 : 1. Schweinefleisch sollte wegen der
Gefahr des "Aujesky-Virus" nie ungekocht verabreicht werden. Katzen
dürfen nicht zuviel Leber erhalten - pro Woche maximal ein Stück - um einer
"Vitamin-A-Vergiftung" vorzubeugen.
Untersuchungen haben gezeigt, daß Tiere, die
selbst zubereitetes Futter erhielten, infolge der überhöhten Kalorienzufuhr
vermehrt übergewichtig waren und eine kürzere Lebenserwartung aufwiesen. Um all
diesen oft schwerwiegenden Problemen vorzubeugen, ist es am zweckmäßigsten und
auch am einfachsten, ein ausgewogenes Fertigfutter, welches alle erforderlichen
52 Nährstoffe, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine im richtigen Verhältnis
enthält, die das Tier täglich braucht, zu verwenden.
Denn auch auf die Ausgewogenheit der
Inhaltsstoffe eines Futtermittels kommt es an. Ein gut gemeintes Zuviel an Kalk
(= Kalzium) wird nicht vermehrt im Kot ausgeschieden, sondern hemmt auch Zink,
was wiederum für ein intaktes Haut- und Haarkleid wesentlich ist. Haut- und
Haarprobleme sind die Folge.
Der aktuelle Ernährungstrend geht daher
immer mehr zu Fertigfutter. Und dies nicht nur bei Zucht-, Leistungs- und
Ausstellungstieren, bei denen ein besseres Fell oder eine robustere Kondition
und Konstitution für Siege bei Ausstellungen, Turnieren, Schlittenhunderennen
bzw. Zuchterfolge Voraussetzung sind. Fertigfutter steht unter strengster
tierärztlicher Kontrolle und wird nach den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen hergestellt.
Bei Fertigfutter unterscheidet man zwischen
Alleinfutter in der Dose oder als Trockenfutter, Ergänzungsfutter (wie z.B.
Flocken) und Beifutter (z.B. Snacks). Für Welpen gibt es spezielles
"Junior"-Futter, für ältere Hunde ein "Senior"-Produkt und
für Leistungshunde "Energy" Varietäten. Neueste Produktinnovationen
ermöglichen Futtermittel, die eine erhöhte Immunabwehr, verbesserte
Fellkondition und ideale Kotkonsistenz bewirken.
Bezüglich Futtermenge sind die Angaben des
Herstellers, die als Richtwerte gelten, entsprechend zu berücksichtigen und auf
den Individualbedarf zu adaptieren.
Als Faustregel gilt: Die Futtermenge beträgt
2% der Futtertrockensubstanz bezogen auf das Körpergewicht. D.h. eine 4 kg
schwere Katze benötigt täglich ca. 300g Dosenfutter oder 80g Trockenfutter. Ein
20 kg schwerer Hund 300g Trockenfutter, 1,2 kg Dosenfutter oder 400g
Dosenfutter und 200g Flocken. Je kleiner das Tier, desto höher ist die
Futtermenge im Vergleich zum Körpergewicht. Bei Trockenfütterung ist der
Wasserbedarf erhöht, daher muß frisches Trinkwasser jederzeit zur Verfügung
stehen. Der Flüssigkeitsbedarf je kg Körpergewicht beträgt 30-50 ml, wobei bei
Dosenfutter bereits 80% davon durch das Futter abgedeckt sind.
Sie sehen also: Richtige Ernährung, v.a. mit
Fertigfutter, ist gar nicht so schwierig, aber dennoch sollte das Sprichwort
von Prof. DDr. Konrad Lorenz nicht außer acht gelassen werden, das besagt:
"Die richtige Ernährung unserer vierbeinigen Freunde ist eine Kunst und
Kunst kommt von Können und nicht von Wollen, denn sonst müßte es Wulst
heißen!"
Gesunde Ernährung von
Leistungshunden
Leistungshunde benötigen eine andere
Futterzusammensetzung als Wohnungshunde. Daher gibt es bei Tierärzten,
Züchtern, Abrichtevereinen und Zoohandlungen Spezialfutter für diese Tiere.
Zur Arbeitsleistung, wie dies bei Sport- und
Schlittenhunden sowie Rennhunden der Extremfall ist, zählt v.a. auch die
Zuchtleistung. So ist der Nährstoff- und Energiebedarf bei trächtigen und
säugenden Hündinnen sowie wachsenden Welpen unterschiedlich hoch.
Während die Futtermenge in der ersten Hälfte
der Trächtigkeit gleich bleibt, wird diese im zweiten Abschnitt kontinuierlich
auf das 1 1/4 bis 1 1/2 fache erhöht.
Die Zusammensetzung des Futters muß dieser
speziellen Situation angepaßt werden. D.h. ein eiweiß-, energie- und
fettreiches Futter, angereichert mit Mineralstoffen (v.a. Kalzium) und
Vitaminen, ist hier erforderlich. Bei Milchknappheit der Mutterhündin gibt es
beim Tierarzt spezielle Milchersatzpräparate sowie Rekonvaleszenten-Diäten, die
exakt dem Nährstoffprofil der Hundemilch entsprechen und gerne angenommen
werden.
Welpen benötigen infolge des rapiden
Wachstums in den ersten Monaten einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren, den
fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K sowie Kupfer, einen erhöhten Fettgehalt
sowie ein ausgewogenes Kalzium : Phosphor-Verhältnis. Der Futterbedarf im
ersten halben Jahr beträgt das Doppelte, bis 18 Monate das 1,5fache eines
ausgewachsenen Tieres. Um dem Rechnung zu tragen gibt es bis zu 6 Monaten
"Junior 1" mit kleineren Stückchen und ab dieser Zeit bis zu 18
Monaten "Junior 2" mit etwas größeren Brocken.
Schlitten- und Leistungshunde haben einen
unterschiedlichen Bedarf. Während bei Rennhunden der leicht verfügbare
Glukoseanteil erhöht sein sollte, brauchen ausdauernde Schlittenhunde einen
Mehrbedarf an Fett und somit Energie. Eine Anreicherung mit B-Vitaminen
unterstützt die Energiefreisetzung. Die Formulierung "Energy" ist
somit für Leistungshunde und trächtige und säugende Hündinnen größerer Rassen
besonders gut geeignet.
Im Anschluß an ein
Gewichtsreduktionsprogramm sowie für zu Übergewicht neigende Rassen gibt es ein
"Light"-Produkt mit reduziertem Energie-, Fett- und Eiweißgehalt.
Dieses Produkt ist auch für magen-darmlabile und ältere Tiere gut geeignet.
Für allergische, magen-darmanfällige und zu
Durchfällen neigende Hunde bietet "Sensitive", bestehend aus
Lammfleisch und Reis ohne Farb- und Konservierungsmittel, als Dauerfutter das
Mittel der Wahl.
Mit dieser "Lifestyle"-Ernährung
(gibt es als "Kitten Growth", "Adult", "8-Plus"
und "Less Active" auch für Katzen) können Sie Ihr Tier bedarfsgerecht
und optimal ernähren. Denn optimale Kondition und Konstitution, schönes Fell,
kräftige Knochen und gesunde Verdauung bei idealer Kotbeschaffenheit sind
Voraussetzung für Bestleistungen sowie gesundes und langes Leben. Denn nur
gesunde Tiere machen Freude.
Ernährungstips für
ältere Hunde und Katzen
Der Alterungsprozeß beginnt sowohl bei
Hunden als auch bei Katzen mit 5 bis 7 Jahren und geht mit charakteristischen
Veränderungen einher. Differenzierte Leistungsanforderungen, verschiedene
Haltungsbedinungen und Ernährungsformen spielen eine wesentliche Rolle. Beim
Hund haben mittelgroße Rassen in der Regel eine höhere Lebenserwartung als
Riesen und Zwerge. Der aufmerksame Tierhalter, der seinen Hund und/oder seine
Katze kennt und dauernd beobachtet, merkt daher selbst am besten, wann
Temperament und Bewegungslust seines Tieres nachlassen und ein erhöhtes
Ruhebedürfnis einsetzt.
Die Alterungsvorgänge, die sich äußerlich
durch Ergrauen dunkel pigmentierter Haare v.a. am Kopf ankündigen, führen zu
einer Reduzierung der Zahl und Größe von Zellen in den verschiedenen Geweben
und damit zu einem geringen Stoffumsatz sowie zu einer verminderten
Nährstoffspeicherkapazität. Weiters kann die Leistungsfähigkeit einzelner
Organe, insbesondere des Verdauungskanales, zurückgehen.
In der Folge einige Tips für Tierhalter, um
sich auf die geänderte Situation besser einstellen zu können:
Ältere Tiere benötigen rund 20% weniger
Futter als jüngere, da ihre spontane körperliche Aktivität nachläßt. Die
Freßlust nimmt ab; der Bedarf an qualitativ hochwertigem Eiweiß steigt.
Berücksichtigen Sie das bei der Ernährung Ihres Tieres. Im Handel ist speziell
auf die Ernährung älterer Tiere abgestimmtes "Senioren" Futter
erhältlich. Light-Produkte zur Verhinderung von Übergewicht führt Ihr Tierarzt.
Die Verweigerung der einen oder anderen
Mahlzeit ist unbedenklich, hat Ihr Tier jedoch längere Zeit hindurch keine Lust
zu fressen, unbedingt mit ihm zum Tierarzt! Er kann feststellen, ob das Tier
krank ist oder einfach beginnt, den eigenen Bedarf auf den verringerten
Stoffwechsel umzustellen. Für kranke Tiere gibt es bei Ihrem Tierarzt schon
spezielle Diätfuttermittel für die verschiedensten Erkrankungen wie z.B.
Leber-, Nieren-, Magen-/Darm-, Herzerkrankungen oder Diabetes, die v.a. im
Alter zunehmen.
Es ist auch empfehlenswert, dem älteren Tier
das Futter nicht in einer Portion zu servieren, sondern aufgeteilt auf mehrere
kleine Mahlzeiten. Ältere Hunde vertragen auch überhaupt keine Knochen mehr!
Spezielle Snacks sind zu bevorzugen.
Erkrankungen in der Mundhöhle wie Zahnstein,
Parodontose und Zahnfleischentzündungen treten im Alter häufiger auf und
gestalten das Fressen mitunter sehr schmerzhaft, so daß die Futteraufnahme auf
ein Minimum reduziert oder überhaupt ganz eingestellt wird. Flüssig-/ Instant-
und Dosendiäten erleichtern die Nahrungsaufnahme.
Auch Tiere brauchen
Diätfutter - Diät als Teil der Therapie
Diät ist mehr als eine Abmagerungskur. Diät
ist eine spezielle Form der Ernährung, eine bestimmte Zusammenstellung der
täglichen Kost, die verschieden ist von jener gesunder Tiere, nämlich exakt
abgestimmt auf die Bedürfnisse Erkrankter.
Gezielt vom Tierarzt verschrieben, ist eine
Diät ein wichtiger Teil der Therapie. Denn kranke Tiere benötigen eine andere
Nahrung als gesunde.
Heute ist allgemein bekannt, daß eine
ausgewogene Ernährung die Basis für ein gesundes Leben darstellt. Wenige wissen
jedoch, daß über die Nahrung Krankheiten auch positiv beeinflußt werden können.
Denn Erkrankungen verursachen oft Stoffwechselstörungen, die - bleiben sie
ernährungsmäßig unberücksichtigt - nachhaltige Wirkungen auf den
Krankheitsverlauf haben können. Ein Diätfutter ist daher speziell auf die vorhandenen
oder zu erwartenden Stoffwechselsituationen optimal eingestellt. Eine Diät
unterstützt den Heilungsverlauf, beseitigt oder schwächt Beschwerden bei
chronischen Erkrankungen ab und kann sogar eine Wiederkehr bestimmter
Krankheiten verhindern. Grundlage diätetischer Maßnahmen sind wissenschaftlich
fundierte Erkenntnisse über die Ernährung gesunder Tiere. Die Diätvorschriften
weichen dann in der Regel von diesem "normalen" Futter ab.
Diätfuttermischungen zielen auf die
Beseitigung, Abschwächung oder Vorbeugung abnormer oder krankhafter
Körperzustände. Sie kommen vor allem bei Nierenerkrankungen, Übergewicht
(Fettsucht), Hauterkrankungen (Allergien), Magen- / Darmerkrankungen,
mutterloser Aufzucht, Leber- und Pankreaserkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes),
Harnsteinen und Herzerkrankungen zum Einsatz. Bei chronischen Krankheiten muß
die Ernährung auf Dauer umgestellt werden.
Diätfutter muß
besonders gut schmecken
Wer es bereits selbst versucht hat, kennt
die Problematik: Selbstbereitete Krankenkost schmeckt nach nichts! Einen
menschlichen Patienten kann man durch vernünftiges Zureden zum Essen bewegen,
ein Tier nicht. Diätfutter muß daher zweierlei Anforderungen erfüllen. Es muß
den veränderten Bedarf an Nährstoffen sicherstellen und besonders schmackhaft
sein. Es muß nicht nur dem therapeutischen Zweck gerecht werden, sondern auch
der Akzeptanz durch das kranke Tier.
Die Ernährung bei
Nierenkrankheiten
Klinische Leitsymptome sind vermehrter Durst
und Harnabsatz, Austrocknung (v.a. bei der Katze) und Erbrechen. Das Ziel
diätetischer Maßnahmen bei Nierenkrankheit ist darin zu sehen, eine der
gestörten Ausscheidungsfunktion der Nieren angepaßte Zufuhr von Eiweiß,
Elektrolyten und Wasser sicherzustellen. Weiters ist die Phosphorzufuhr
entsprechend zu reduzieren, was durch Fütterung von Low Phosphorus Low Protein
Diäten gewährleistet ist.
Die Ernährung bei
Fettsucht
30% aller Hunde sowie 9% aller Katzen sind
übergewichtig. Durch Verminderung der Nahrungsaufnahme wird das Mißverhältnis
zwischen Energiezufuhr und -verbrauch beseitigt. Vermehrte Bewegung unterstützt
den Erfolg. 60% des Erhaltungsbedarfes bezogen auf das Sollgewicht bewirken
eine ca. 5%ige Gewichtsabnahme, d.h. beim Hund 0,5 - 1,5 kg/Woche, bei der
Katze 0,1 kg. Abmagerungsdiäten sind ernährungsphysiologisch ausbalanciert,
energiearm, fettarm, rohfaserreich und enthalten eine um ca. 40% geringere
Energiedichte als herkömmliche Futtermittel. Der Erhaltungsbedarf an Proteinen,
Mineralstoffen und Vitaminen muß bei Reduktionsdiäten jedoch abgedeckt werden,
da es sonst zu Mangelerscheinungen kommt. Als Abmagerungsdiäten kommen
Fertigfutter mit reduziertem Kaloriengehalt bzw. spezielle Low Calorie Diets in
Frage.
Die Ernährung bei
Futtermittelallergie
Während die Ursachen noch weitgehend
ungeklärt sind, sind Allergien im Zunehmen begriffen. Es handelt sich dabei um
eine Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber bestimmten Stoffen (zumeist ein
bestimmtes Eiweiß), die normalerweise gut vertragen werden. Derartige Allergien
sind zumeist auf die Haut oder auf den Magen-/ Darmbereich (Erbrechen,
Durchfall) beschränkt.
Es kommt innerhalb von Minuten oder Stunden
– oft erst von Tagen – zu starkem Juckreiz mit Rötungen, Schwellungen,
Schuppenbildung und Entzündungen im Kopf-/Halsbereich oder Schwellung der
Lidbindehäute und Rötung des äußeren Gehörganges. Eine Futtermittelallergie ist
unabhängig von Rasse und Jahreszeit und prinzipiell gegen alles möglich. Meist
erkrankt nur ein Tier je Gruppe. Vor allem Milch, Fleisch von Rind und Schwein
sowie Weizen sind häufige Auslöser.
Die Diagnose wird mittels Eliminationsdiät
(die den verursachenden Bestandteil nicht enthält und idealerweise noch nie
gefüttert wurde!) gestellt. Da dies in der Praxis oft nicht leicht ist, greift
man auf kommerzielle Anti-Allergiediäten zurück, die aus nur einer definierten
Eiweiß- und Kohlenhydratquelle bestehen wie z.B. Selected Protein Diets auf
Basis Huhn und Reis oder Fisch und Maniok, die als Alleinfutter zeitlebens
verabreicht werden können.
Als Anschlußtherapie oder Alternative kann
"Sensitive" auf Basis Lamm und Reis probiert werden. Eine Besserung
erfolgt in der Regel nach 3 - 5 Tagen. Ein gänzliches Verschwinden der Symptome
nach 2 - 3 Wochen. Daher sind derartige Eliminationsdiäten mindestens 3 - 9
Wochen zu verabreichen. Und wer es genau wissen will, wogegen sein Tier
allergisch ist, versuch im Anschluß an die Diät in wöchentlichen Abständen eine
Provokationsdiät mit verschhiedensten Inhaltsstoffen. Das allergieauslösende
Futter ist lebenslang vom Futterplan zu streichen.
Die Ernährung bei
Verdauungsstörungen (Durchfall)
Durchfall kann vom Dünndarm oder vom
Dickdarm ausgehen und akut oder chronisch sein. Die Ursachen sind mannigfach.
Neben ernährungsbedingten Störungen kommen Infektionskrankheiten, Parasiten,
Störungen der Darmbewegung, Fermentmangel, giftige Substanzen,
Futterunverträglichkeit, Allergien oder Organstörungen in Frage. Auch
Erschöpfung, Überhitzung und Streß können Durchfall verursachen.
Schlachtabfälle, unaufgeschlossene
Kohlenhydrate, Milch, Weizen, zu heißes oder zu kaltes Futter und unhygienische
Futterbeschaffenheit sind weitere Ursachen.
Die diätetischen Maßnahmen sind den Ursachen
entsprechend abzustimmen. Allgemein sollten unverträgliche Nahrungsbestandteile
sofort eliminiert werden (z.B. Milch, Schlachtabfälle, Eiklar, usw.). Die Tiere
sollten weiters 48 Stunden fasten (Trinkwasser zur freien Verfügung und bei
starkem Durchfall und Erbrechen mit Kochsalz (2-3g/l) bzw. anderen Elektrolyten
versetzen!). Weiters dienen schwarzer Tee oder Kamillentee mit 2-3% Traubenzucker
versetzt als Flüssigkeitsersatz. Nach der Fastenperiode wird eine
leichtverdauliche Diät mit hochverdaulichem Protein und Fett mit rohfaserarmen
Kohlenhydraten, angereichert mit Mineralstoffen und Vitaminen, zunächst 3-4
Portionen täglich, eingesetzt.
Für Verdauungsstörungen, Durchfall sowie
Erkrankungen der Bauspeicheldrüse ist Canine Low Fat Diet besonders geeignet.
Das Diätfutter besteht aus hochverdaulichen Proteinen, wenig Fett (max. 5%) und
rohfaserarmen Kohlenhydraten und ist mit Mineralstoffen und Vitaminen
angereichert. Als Alleinfutter kann es lebenslang verabreicht werden.
Eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ist
erblich bedingt und tritt besonders häufig bei großen Rassen, v.a. beim
Deutschen Schäferhund, auf. Die Hunde zeigen Heißhunger, nehmen aber nicht zu
und sind äußerst mager. Es kommt zum häufigen Absatz großer Mengen
lehmfarbenen, blasig durchsetzten und säuerlich riechenden Kotes. Die Krankheit
kann mittels Diät und eventueller Enzymzusätze wirkungsvoll behandelt werden.
Bei chronischen Dickdarmerkrankungen
(Kolitis), erkennbar an dauerndem Kotpressen und häufigem Absetzen kleiner
Klumpen mit schleimigen Beimengungen sowie bei Verstopfung,
Magen-Darmbewegungsstörungen, erhöhten Blutfettwerten und auch bei
Zuckerkrankheit (=Diabetes) ist Canine High Fibre Diet, die eine optimale
Mischung an löslicher und unlöslicher Rohfaser aufweist, empfehlenswert.
Bei Lebererkrankungen und
Kupferspeicherkrankheit beim Hund gibt es Canine Hepatic Support Diet.
Bei allergisch bedingten Magen-Darmstörungen
wird die Anti-Allergiediät Canine Selected Protein Diet, welche gluten-,
laktose- und sojafrei ist und ausschließlich aus Hühnerfleisch und Reis bzw.
Fisch und Maniok besteht, empfohlen. Jetzt neu auch als Trockenfutter Capelin
& Tapioca erhältlich.
Für magen-darmlabile oder nervöse Tiere, die
immer wieder zu Durchfall neigen sowie für Katzen mit Diabetes-, Leber- und
Pankreaserkrankungen ist als allgemeine Schonkost, die mäßig fett- und
eiweißreduziert ist, Conditioning Diet als Mittel der Wahl zu empfehlen.
Die Ernährung bei
Harnsteinen (F.L.U.T.D. - Feline Lower Urinary Tract Disease)
F.L.U.T.D. ist eine multifaktorielle
Erkrankung unbekannter Ursache, die sich durch Anhäufung von Harnsteinen
(vornehmlich Struvit) im unteren Harntrakt und/oder sterile Blasenentzündung
manifestiert. Eine Reihe von Faktoren wie Infektionen, Haltungsform, Kastration
sowie Ernährung wurden als auslösende Faktoren diskutiert.
Als Diäteinflüsse gelten der Wasser- und
Mineralstoffgehalt (v.a. Magnesium und Phosphor) sowie die Verdaulichkeit der
Ration, die Fütterungsmethodik und der Einfluß der Ration auf den pH-Wert des
Harns. Als Harnsteindiät empfiehlt sich eine steinauflösende sowie
prophylaktisch wirkende Low pH Control mit reduziertem P- und Mg-Gehalt, die
einen pH-Wert von £ 6,4 aufrechterhält und über 10 bis 12 Wochen ausschließlich
gefüttert wird. Als weitere Maßnahme wird empfohlen, herkömmliches Futter zur
Harnverdünnung mit 1% zu salzen. In Markenkatzentrockenfutter ist diese
Maßnahme bereits berücksichtigt.
Die Ernährung bei
Herz-/Kreislauferkrankungen
Chronische Herz-Kreislauferkrankungen sind
mit einer Zurückhaltung von Natrium im Organismus verbunden, wobei die tägliche
Nahrung unter Berücksichtigung des klinischen Gesamtbildes natrium- und somit
kochsalzarm sein soll. Da die üblichen Komponenten von Fleischfresserrationen
wie z.B. Nebenprodukte der Fleischerei sowie verschiedene Getreidesorten
natriumarm sind, ist diese diätetische Forderung leicht zu erfüllen. Kochsalz
und Mineralstoffmischungen, Innereien, Karotten, ganz Eier und gesalzene
Futtermittel sind zu vermeiden. Spezielle Low Sodium Diets garantieren neben
einer hohen Energiedichte niedrige Natrium-Gehalte.
Als Flüssigdiäten
stehen zur Verfügung:
Für die mutterlose Aufzucht von Hunde- und
Katzenwelpen oder als Zusatznahrung für trächtige, säugende oder anders
geschwächte Tiere ist Feline / Canine Milk Substitute Instant Diet ideal. Sie
wirkt stabilisierend für die Darmflora und kann als Allein- oder
Ergänzungsfutter regelmäßig verabreicht werden.
Für Hunde und Katzen, die eine leicht
verdauliche Flüssignahrung benötigen, z.B. nach Operationen, Impfungen,
Infektionen, Verletzungen, etc. steht Feline / Canine Concentration Instant
Diet zur Verfügung. Sie kann als Alleinfutter oder Zusatznahrung zeitlebens
verabreicht werden. Als Kräftigungsdiät für Leistungs- und Zuchttiere auch als
Dosendiät erhältlich.
Feline / Canine Electrolyte Instant Fluid
Diet ist eine Traubenzucker-Glukoselösung, die bei Austrocknung nach Erbrechen,
Durchfällen sowie Operationen eingesetzt wird. Sie wirkt stabilisierend auf die
Darmflora und dient auch als Fitneß-Drink für Leistungstiere.
Feline und Canine Diets entsprechen absolut
den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen erkrankter Tiere und ihrem
speziellen Nahrungsprofil. Es steht jedoch nicht nur der therapeutische Nutzen
im Vordergrund, sondern durch die hohe Akzeptanz wird die Grundvoraussetzung
für eine erfolgreiche Diät gewährleistet - nämlich, daß die Tiere diese auch
gerne aufnehmen.
Diätfutter - nur vom
Tierarzt
Entsprechend dem hohen therapeutischen Wert
dieser Diätfuttermittel werden sie nur vom Tierarzt abgegeben. Diätkuren sind
nämlich nur dann sinnvoll, wenn sie auf einer fachlichen abgesicherten Diagnose
beruhen und laufend exakt überwacht werden.
Wie so oft hängt der Erfolg einer Therapie
von der Kooperation des Tierbesitzers mit dem Tierarzt ab. Und nicht zu
vergessen - ohne Ausdauer und Konsequenz ist jegliche Maßnahme zum Scheitern
verurteilt.
Bezüglich weiterer Informationen über
Diätetik und Diäten sowie kostenloser Broschürenanforderung wenden Sie sich
bitte zum Ortstarif an die Waltham Hotline unter 0660 / 8048, Mo und Do 16.30
Uhr bis 20.30 Uhr, Mi 8 Uhr bis 12 Uhr.